Worum Geht´s ?

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Nach den tiefgreifenden Einschritten in den 2000er, ist der Sozialstaat wiederholt einem erheblichen Druck ausgesetzt. Seine schwindende Fähigkeit, soziale und regionale Disparitäten wie Armut und Bildungschancen auszugleichen, trägt zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung und wachsenden sozialen Spannungen bei.Aktuelle und zukünftige Herausforderungen, darunter der Reformbedarf der Sozialsysteme, Folgen der Coronapandemie, Fluchtbewegungen, Energie- und Klimakrisen sowie das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen, befeuern die politische und öffentliche Debatte über die Zukunft des Sozialstaats. Ein weiterer Abbau des Sozialstaats ist zu befürchten, wie das Scheitern aktueller Reformvorhaben mit dem Argument mangelnder Finanzierbarkeit zeigen. Dies schränkt nicht zuletzt auch zusehends die Handlungsspielräume der kommunalen Ebene und ihren Beitrag zur Daseinsvorsorge ein. Viele Kommunen sehen sich einerseits mit einer schwierigen Finanz- und Personalsituation konfrontiert und andererseits mit wachsenden Herausforderungen. Nicht nur der Sozialstaat steht unter Druck, auch die Sozialplanung kann sich der Zeitenwende nicht entziehen. Wie soll Sozialplanung auf die neuen Herausforderungen reagieren? Kann sie weitermachen wie bisher?

Auf dieser Tagung ziehen Vertreter:innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik eine Zwischenbilanz der aktuellen Veränderungen des Sozialstaats und beleuchten die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Sozialplanung.

Vor welchen Herausforderungen steht die Praxis der Sozialplanung in den einzelnen Planungsbereichen wie beispielsweise der Jugendhilfe, Alters-, Behinderten- und Bildungsplanung? Wie verändert sich Sozialplanung dadurch zukünftig im Hinblick auf ihre strategische Funktion?

Reichen die tradierten Konzepte, Querschnittsthemen und Methoden der Sozialplanung noch aus?

Wie kann und muss Sozialplanung auf die Herausforderungen reagieren? Welche Rolle kann und soll Sozialplanung zukünftig für den Sozialstaat auf allen staatlichen Ebenen (Kommune, Land, Bund) spielen?Wie sehen zukunftsweisende Ansätze für die gegenwärtigen Herausforderungen aus?


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